Pharma & Biotech · Produktion, Technik & Supply Chain

Freelance Supply Chain & S&OP Manager Pharma

Lieferengpässe, Produkteinführungen in mehreren Märkten und die Umstellung von Planungssystemen sorgen dafür, dass Pharma- und Biotech-Unternehmen regelmäßig Supply-Chain-Experten auf Zeit einsetzen. Gefragt ist die Verbindung aus Planungsmethodik, Systemkenntnis und Verständnis für GMP- und GDP-Vorgaben. Viele Mandate laufen hybrid mit regelmäßigen Präsenzterminen.

85–115 €/h OrientierungHybrid

Als Supply Chain Pharma verfügbar? Direkt zum Projekt-Check:

SteckbriefStand 10/2026
RolleSupply Chain & S&OP Manager Pharma
Branche · FachbereichPharma & Biotech · Produktion, Technik & Supply Chain
Stundensatz (Orientierung)85–115 € / h netto, ohne Reisekosten
EinsatzHybrid – Mischung aus Remote-Arbeit und regelmäßigen Tagen beim Kunden.
RegelwerkeEU-GDP · SAP IBP / APO · S&OP
Auch gesucht alsDemand Planner Pharma · Supply Planning · Launch Supply

Aufgaben und Anforderungen im Überblick

Typische Aufgaben

  • Aufbau oder Neuausrichtung des S&OP-Prozesses mit Demand, Supply und Executive Review
  • Demand Planning mit statistischer Prognose, Marktinput und Abweichungsanalyse
  • Supply- und Kapazitätsplanung über Wirkstoff, Bulk, Verpackung und Lohnhersteller
  • Launch-Supply-Planung inkl. länderspezifischer Packmittel, Serialisierung und Freigabe
  • Bestands- und Sicherheitsbestandsstrategie unter Berücksichtigung von Haltbarkeit
  • Engpassmanagement, Allokation und Kommunikation bei drohender Lieferunfähigkeit
  • Fachliche Begleitung von SAP-IBP- oder APO-Ablösungen und Planungsprozessdesign
  • KPI-System für Forecast Accuracy, Liefertreue, Bestandsreichweite und Verfall

Was Auftraggeber erwarten

  • Studium Wirtschaftsingenieurwesen, BWL mit Logistik, Pharmazie oder Naturwissenschaften
  • Mehrjährige Planungs- oder S&OP-Erfahrung in Pharma, Biotech oder Generika
  • Fundierte Kenntnisse in SAP (PP/MM, IBP oder APO) und Excel-basierter Analytik
  • Verständnis der GMP-Freigabeprozesse und der GDP-Anforderungen an Lagerung und Transport
  • Moderationsstärke in funktionsübergreifenden Meetings bis Geschäftsführungsebene
  • Englisch verhandlungssicher für globale Planungsteams und Lohnhersteller

Typische Projektanlässe

  • Markteinführung eines neuen Produkts in mehreren europäischen Ländern
  • Lieferengpass oder Kapazitätsproblem bei einem Lohnhersteller
  • Einführung oder Ablösung eines Planungssystems wie SAP IBP
  • Neuaufbau des S&OP-Prozesses nach Zukauf oder Reorganisation
  • Bestandsabbau oder Reduzierung von Verfallsabschreibungen
  • Vakanz oder Elternzeitvertretung in der Planungsleitung
S&OP / IBPDemand PlanningSupply PlanningSAP IBPSAP APOSAP PP/MMEU-GDP-LeitlinienLaunch SupplySicherheitsbestandShelf-Life-ManagementLohnhersteller-SteuerungSerialisierungForecast AccuracyEngpassmanagement

Was ein Freelance Supply Chain Manager in der Pharma-Lieferkette leistet

Ein Supply Chain oder S&OP Manager in der Pharmaindustrie sorgt dafür, dass das richtige Produkt in der richtigen Länderversion zum richtigen Zeitpunkt verfügbar ist – ohne dass Bestände verfallen oder Kapital unnötig gebunden wird. Was in anderen Branchen eine Optimierungsaufgabe ist, hat hier eine zusätzliche Dimension: Nicht lieferfähige Arzneimittel betreffen Patienten, und jede Produktionsänderung kann eine regulatorische Änderungsanzeige auslösen. Planung findet daher in einem engen Korsett aus GMP-Freigabeprozessen, Zulassungsständen und Haltbarkeiten statt.

Im Freelance-Projekt übernehmen Sie typischerweise eine von zwei Rollen: als Prozessverantwortlicher, der den S&OP-Zyklus aufbaut, moderiert und verbessert, oder als operativer Planer mit Verantwortung für ein Produktportfolio, einen Markt oder einen Lohnhersteller. Häufig vermischen sich beide Rollen, etwa wenn ein neues Produkt eingeführt wird und der Prozess dafür erst entstehen muss.

Ihre Schnittstellen sind Vertrieb und Marketing (Absatzerwartung, Tender, Rabattverträge), Produktion und Lohnhersteller (Kapazität, Losgrößen, Rüstzeiten), Qualitätssicherung (Freigabezeiten, Abweichungen, Quarantäne), Regulatory Affairs (Zulassungsstatus, Variations, Packmitteländerungen), Einkauf (Wirkstoffe, Packmittel) und Finance (Bestandswerte, Budget). Die Qualität Ihrer Arbeit misst sich daran, ob Konflikte zwischen diesen Bereichen früh sichtbar werden und auf der richtigen Ebene entschieden werden.

Typische Projekte und Deliverables in Supply Chain und S&OP

Supply-Chain-Mandate in der Pharmaindustrie lassen sich grob in Prozess-, Launch-, System- und Krisenprojekte unterteilen. Jede dieser Kategorien hat eigene Ergebnisse, an denen Auftraggeber den Projekterfolg festmachen.

  • S&OP-Prozessaufbau: Prozesslandkarte mit monatlichem Zyklus (Produktportfolio-Review, Demand Review, Supply Review, Pre-S&OP, Executive S&OP), Rollen und Entscheidungsrechte, Agenda-Templates, Eskalationslogik und KPI-Set.
  • Demand Planning: Segmentierung des Portfolios, Auswahl statistischer Verfahren, Integration von Markt- und Tenderinformationen, Bias- und Genauigkeitsanalyse, Consensus-Forecast.
  • Launch Supply: Rückwärtsterminierung ab Launch-Datum über Freigabe, Verpackung, Bulk und Wirkstoff; Abstimmung länderspezifischer Packmittel und Packungsbeilagen; Pre-Launch-Bestandsaufbau unter Risiko; Serialisierungsdaten.
  • Systemprojekte: fachliche Anforderungen für SAP IBP oder APO, Planungsparameter, Stammdatenbereinigung, Testfälle, Schulung und Hypercare.
  • Engpassmanagement: Szenarioanalysen, Allokationsregeln, Kommunikationsplan gegenüber Kunden und Behörden, Recovery-Plan mit Lohnhersteller.
  • Bestandsoptimierung: Sicherheitsbestandsmodell mit Berücksichtigung von Freigabezeiten und Restlaufzeitanforderungen, Verfallsanalyse, Maßnahmenplan.

In der Praxis entstehen zusätzlich Entscheidungsvorlagen für die Geschäftsführung – etwa ob für einen Launch Bestände vor Zulassung aufgebaut werden oder ob ein zweiter Lohnhersteller qualifiziert werden soll. Diese Vorlagen müssen Mengen, Kosten, regulatorische Vorlaufzeiten und Risiken nachvollziehbar zusammenführen.

Ein häufig unterschätztes Ergebnis ist die Stammdatenqualität. Planungsparameter wie Wiederbeschaffungszeiten, Freigabedauer, Losgrößen, Mindestrestlaufzeiten je Markt und Lohnhersteller-Lieferzeiten sind in vielen Systemen veraltet oder uneinheitlich gepflegt. Freelancer, die zu Projektbeginn eine strukturierte Parameterprüfung durchführen und Verantwortliche für die laufende Pflege festlegen, schaffen die Grundlage dafür, dass Prognose- und Bestandsmodelle überhaupt belastbare Ergebnisse liefern. Dieses Deliverable wird in Angeboten oft nicht explizit genannt, entscheidet aber erfahrungsgemäß über die Akzeptanz des gesamten Planungsprozesses.

Regularien, Standards und Methoden in der Pharma-Supply-Chain

Supply Chain Manager sind keine Qualitätsverantwortlichen, aber sie müssen die regulatorischen Rahmenbedingungen kennen, weil diese Planungsparameter direkt bestimmen. Freigabezeiten, zulässige Lager- und Transportbedingungen, Serialisierungspflichten und Änderungsverfahren sind feste Größen in jedem Planungsmodell.

Regelwerk / StandardWorum es gehtRelevanz im Projekt
EU-GDP-Leitlinien (2013/C 343/01)Gute Vertriebspraxis für Humanarzneimittel: Lagerung, Transport, Temperaturführung, RückrufeTransportmodelle, Lagerstandorte, Temperaturkette, Lieferantenqualifizierung
EU-GMP-Leitfaden, Kap. 1 und Annex 16Qualitätssystem und Zertifizierung bzw. Chargenfreigabe durch die Sachkundige PersonFreigabezeiten als Planungsparameter, Quarantänebestände
Delegierte Verordnung (EU) 2016/161Sicherheitsmerkmale auf Verpackungen verschreibungspflichtiger ArzneimittelSerialisierungsdaten und Packmittel bei Launch und Länderversionen
ICH Q10Pharmazeutisches Qualitätssystem über den ProduktlebenszyklusEinbindung von Supply-Chain-Prozessen in Change-Management und Managementbewertung
§ 52b AMGPflicht zur bedarfsgerechten und kontinuierlichen Bereitstellung von ArzneimittelnRahmen für Engpassmanagement und Kommunikation
S&OP / Integrated Business PlanningMethodik zur Abstimmung von Absatz-, Produktions- und FinanzplanungProzessdesign, Rollen, Entscheidungszyklus

Bei Produkten mit Kühlkette oder bei biologischen Arzneimitteln wird die GDP-Komponente deutlich gewichtiger: Transportvalidierung, Temperaturabweichungen und deren Bewertung durch QA beeinflussen Planungssicherheit unmittelbar. Bei Rabattverträgen und Ausschreibungen im deutschen Markt kommen vertragliche Lieferverpflichtungen hinzu, deren Details im Einzelfall mit Vertrieb und Rechtsabteilung zu klären sind.

Qualifikation und Erfahrung, die Auftraggeber erwarten

Gesucht werden Planer mit mehreren Jahren Erfahrung in der Pharma-, Biotech- oder Generikaindustrie. Branchenfremde Supply-Chain-Erfahrung aus Konsumgütern oder Chemie wird akzeptiert, wenn GMP-Grundlagen und Freigabeprozesse verstanden sind – im Launch-Kontext oder bei Engpässen bevorzugen Auftraggeber jedoch klar Pharma-Erfahrung. Üblich sind fünf bis zehn Jahre Berufserfahrung, für S&OP-Leitungsrollen eher mehr.

Fachlich entscheidend:

  • sicherer Umgang mit SAP-Planungsfunktionen (MRP, PP, MM) und idealerweise SAP IBP oder APO,
  • analytische Fähigkeiten mit Excel, Power BI oder vergleichbaren Werkzeugen,
  • Verständnis für Produktionsrestriktionen in der Pharmaherstellung (Kampagnen, Reinigung, Losgrößen, Freigabezeiten),
  • Erfahrung mit Lohnherstellern und Vertragsgestaltung zu Forecast-Verbindlichkeit und Mindestabnahmen,
  • Moderationskompetenz, um im Executive S&OP Entscheidungen herbeizuführen statt Zahlen vorzulesen.

Zertifikate aus dem Bereich Supply Chain Management, etwa von Fachverbänden für Produktions- und Bestandsmanagement, sind hilfreich, aber nicht zwingend. Englisch ist praktisch immer Pflicht, weil Planungsprozesse in Konzernen global organisiert sind.

Stundensatz und Konditionen für Supply-Chain-Experten Pharma

Als Orientierung liegen Stundensätze für freiberufliche Supply-Chain- und S&OP-Experten in der Pharmaindustrie etwa zwischen 85 und 115 € netto pro Stunde, ohne Reisekosten. Die Spanne ist keine Marktstatistik. Am oberen Ende stehen Experten, die S&OP-Prozesse auf Geschäftsführungsebene aufgebaut haben, mehrere Launches verantwortet haben oder SAP IBP fachlich und konfigurativ beherrschen. Am unteren Ende stehen operative Planungsvertretungen mit klar definiertem Portfolio.

  • Systemkompetenz: Wer neben der Planung auch SAP IBP-Konfiguration beherrscht, ist eher an der Obergrenze.
  • Krisenkontext: Engpass- und Recovery-Mandate werden kurzfristig benötigt und entsprechend höher bewertet.
  • Präsenz: Hybride Projekte mit wenigen Präsenztagen sind kostengünstiger zu besetzen; häufige Reisen zu Lohnherstellern erhöhen den Aufwand.
  • Laufzeit: Vertretungen laufen oft sechs bis zwölf Monate, Prozessprojekte drei bis neun Monate.

Konditionen im Überblick: Orientierung 85–115 € netto/Stunde exkl. Reisekosten. Übliche Auslastung 80–100 %, bei Prozessberatung auch 50–60 %. Reisekosten zu Hauptsitz oder Lohnherstellern meist nach Aufwand. Planungsrollen erfordern oft Präsenz an Monatsabschluss- und S&OP-Terminen – diese Termine bei der Verfügbarkeit fest einplanen.

Remote oder vor Ort: Wie Supply-Chain-Projekte organisiert sind

Supply-Chain-Rollen eignen sich gut für hybride Modelle. Planungsarbeit in SAP und Analysetools ist ortsunabhängig, globale Planungsteams arbeiten ohnehin verteilt. Typisch sind ein bis zwei Präsenztage pro Woche oder Präsenz in den S&OP-Wochen, wenn Demand und Supply Reviews und das Executive Meeting stattfinden.

Mehr Präsenz verlangen Launch-Phasen mit intensiver Abstimmung zwischen Produktion, QA und Verpackung, Engpasssituationen mit täglichen Krisenrunden sowie Systemeinführungen in der Go-live- und Hypercare-Phase. Besuche bei Lohnherstellern sind bei Kapazitätsverhandlungen und Recovery-Plänen sinnvoll. Vollständig remote laufen eher Analyse- und Prozessdesign-Mandate mit begrenzter operativer Verantwortung.

Vertragsmodelle für Supply-Chain-Freelancer in der Pharmaindustrie

Planungsvertretungen werden häufig über Personaldienstleister besetzt, weil sie kurzfristig benötigt werden und an bestehende Rahmenverträge anschließen. Prozess- und Transformationsprojekte – etwa der Aufbau eines S&OP-Zyklus oder die fachliche Begleitung einer IBP-Einführung – laufen dagegen öfter über Beratungs- oder Systemhäuser oder im Direktvertrag, wenn ein klarer Projektauftrag mit Deliverables formuliert werden kann.

Gerade bei operativen Planungsrollen ist die Nähe zur Linienfunktion groß: feste Portfolioverantwortung, Teilnahme an internen Routinen, Weisungen der Planungsleitung. Hier sollte geprüft werden, ob eine projektbezogene Gestaltung realistisch ist oder ob Arbeitnehmerüberlassung die sauberere Lösung ist; dann greifen Equal Pay nach § 8 AÜG und die Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten. Eine eigene GmbH verändert diese Bewertung nicht automatisch. Alle Hinweise sind allgemeine Information und keine Rechts- oder Steuerberatung; eine Statusfeststellung nach § 7a SGB IV kann Klarheit schaffen.

Abgrenzung zu Produktionsplanung, Logistik und Responsible Person GDP

Der Supply Chain Manager Pharma unterscheidet sich vom klassischen Produktionsplaner durch die übergreifende Sicht: Er plant nicht nur die Feinterminierung einer Linie, sondern das Zusammenspiel von Markt, Netzwerk und Bestand über mehrere Standorte und Lohnhersteller. Gegenüber der Logistik grenzt er sich durch die Planungsverantwortung ab – Lagerbetrieb und Transportabwicklung gehören in der Regel nicht dazu.

Die Responsible Person nach GDP ist eine qualitätsverantwortliche Funktion beim Großhändler, die für die GDP-Konformität einsteht; der Supply Chain Manager arbeitet mit ihr zusammen, übernimmt diese Verantwortung aber nicht. Für den Einstieg in die Selbstständigkeit eignen sich Planer, die mindestens einen vollständigen Launch oder eine Systemeinführung begleitet haben und ihre Rolle im S&OP-Prozess klar beschreiben können.

Projektbeispiele für Supply Chain Pharma

Anonymisierte Projektanfragen, wie sie für diese Rolle und verwandte Profile regelmäßig vorkommen.

Häufige Fragen

Was unterscheidet Supply Chain Planning in Pharma von anderen Branchen?

In der Pharmaindustrie bestimmen GMP-Freigabezeiten, Zulassungsstände, länderspezifische Packmittel, Serialisierung und Haltbarkeiten die Planung. Änderungen an Produktion oder Lieferanten können regulatorische Verfahren auslösen. Hinzu kommt die Pflicht zur kontinuierlichen Bereitstellung von Arzneimitteln, die Engpassmanagement besonders sensibel macht. Wer diese Abhängigkeiten im Planungsmodell nicht abbildet, unterschätzt Vorlaufzeiten regelmäßig.

Welche Systemkenntnisse sind für S&OP-Freelancer wichtig?

Grundlage sind SAP-Kenntnisse in PP und MM mit MRP-Logik. Gefragt sind außerdem SAP IBP oder das Vorgängersystem APO sowie Analysewerkzeuge wie Excel und Power BI. Wer Planungsprozesse und Systemkonfiguration verbinden kann, wird bei Einführungsprojekten deutlich häufiger angefragt. Ergänzend helfen Grundkenntnisse in Statistik, um Prognoseverfahren und ihre Grenzen gegenüber dem Vertrieb erklären zu können.

Kann ich Supply-Chain-Projekte remote durchführen?

Überwiegend ja. Planungsarbeit und Analysen sind ortsunabhängig. Üblich sind ein bis zwei Präsenztage pro Woche oder Präsenz in S&OP-Wochen. In Launch-Phasen, bei Engpässen und in der Go-live-Phase von Systemprojekten steigt der Vor-Ort-Anteil deutlich. Vollständig remote laufen meist nur Analyse- und Prozessdesign-Mandate mit begrenzter operativer Verantwortung.

Welcher Stundensatz ist realistisch?

Als Orientierung gelten etwa 85 bis 115 Euro netto pro Stunde ohne Reisekosten. Nach oben verschieben S&OP-Aufbau auf Geschäftsführungsebene, Launch-Erfahrung, IBP-Konfigurationswissen und Krisenkontext. Operative Planungsvertretungen mit klar umrissenem Portfolio liegen eher im unteren Bereich der Spanne. Laufzeit, Auslastung und Vertragsmodell wirken zusätzlich auf den Satz; Reisekosten werden meist gesondert abgerechnet.

Was gehört zu einer Launch-Supply-Planung?

Dazu gehören die Rückwärtsterminierung ab Launch-Datum über Freigabe, Verpackung, Bulk und Wirkstoff, die Abstimmung länderspezifischer Packmittel und Packungsbeilagen, Serialisierungsdaten, ein Pre-Launch-Bestandsaufbau unter Risiko sowie Szenarien für Zulassungsverzögerungen und Nachfrageabweichungen. Ein belastbarer Launch-Plan benennt außerdem die Entscheidungspunkte, an denen Mengen freigegeben oder angepasst werden.

Brauche ich Pharma-Erfahrung oder reicht Supply-Chain-Wissen aus anderen Branchen?

Für Prozess- und Systemprojekte wird branchenfremde Erfahrung teilweise akzeptiert, wenn GMP-Grundlagen und Freigabeprozesse verstanden sind. Bei Launches, Engpässen und Lohnherstellersteuerung bevorzugen Auftraggeber klar Pharma-Erfahrung, weil regulatorische Vorlaufzeiten und Qualitätsprozesse dort unmittelbar über den Erfolg entscheiden. Hilfreich ist außerdem Erfahrung mit Kühlketten oder biologischen Produkten.

Allgemeine Information, keine Rechts- oder Steuerberatung. Stundensätze sind Orientierungsspannen, kein Honorarspiegel. Stand: 10/2026.

Projekt-Check starten